Qualität entsteht nicht dadurch, dass alle dasselbe Wort verwenden.
Qualität entsteht erst, wenn klarer wird, was mit diesem Wort gemeint ist und wie es geprüft werden kann.
Ein Kriterium sagt, welches Thema beurteilt wird.
Ein Indikator sagt, welcher Aspekt dieses Themas geprüft wird.
Ein Standard sagt, nach welcher Skala oder Logik geprüft wird.
Ein Zielwert sagt, wann die Anforderung erfüllt ist.
Das klingt technischer, als es im Alltag ist.
Aus „Wir möchten eine gute Dämmung“ wird zum Beispiel:
- Geht es um Energieverbrauch?
- Um Behaglichkeit?
- Um ökologische Materialien?
- Um sommerlichen Wärmeschutz?
- Um Investitionskosten?
Um Unterhalt? - Um Förderfähigkeit?
Erst wenn diese Fragen geordnet sind, kann ein Vorschlag sinnvoll beurteilt werden.
Nicht abstrakt.
Sondern im Verhältnis zum eigenen Vorhaben.
Die zugrunde liegende Logik ist einfach: Qualität ist nicht automatisch Luxus oder Perfektion. Qualität bedeutet, dass definierte Anforderungen erfüllt werden. Damit diese Anforderungen später überprüfbar werden, müssen sie über Kriterien, Standards und Indikatoren beschrieben werden.